Simone Weider

Still- und Laktationsberaterin IBCLC

Als ich 1996 mein erstes Kind bekam besuchte ich zuvor in der Schwangerschaft einen Geburtsvorbereitungskurs. So, wie man das so machte. Danach hatte ich festgestellt, dass ich nichts über das Stillen gelernt hatte, nicht im Geburtsvorbereitungskurs und auch nichts von meinen Freunden und meiner Familie. Es fiel mir erst auch nicht auf, dass ich nichts darüber wusste, erst als sich die Probleme einstellten, und dies war schon nach einigen Tagen der Fall. Mein erstes Kind stillte ich daher nicht sehr lange. Ich wusste auch nicht, dass es eine Stillberatung gegeben hätte und dass ich mir hätte Hilfe holen können. Die La Leche League beriet damals schon seit 40 Jahren Frauen beim Stillen, um nur eine mögliche Hilfe zu nennen. Beim zweiten Kind besuchte ich dann keinen Geburtsvorbereitungskurs mehr, aber auch keinen Stillkurs… Auch diese Stillbeziehung hielt nicht lange an, dafür wusste ich wie man einen Milchstau oder eine Brustentzündung mit Hilfe der Akupunktur oder Wickeln behandelt und begleitet, was der Stillbeziehung dann trotzdem nicht half. Wieder verstrichen viele Jahre bis zum dritten Kind. Ich setzte mich diesmal mit dem Stillen vorher schon auseinander, dabei können die Stilltreffen der La Leche League übrigens sehr hilfreich sein, und aus diesem Grund gebor mit dem Kind auch die Idee eine fundierte Ausbildung zur Stillberaterin zu machen. Das Stillen war ja jeden Tag in meiner Praxis ein Thema, sei es bei einer Schwangeren die zur manuellen Lymphdrainage kam, oder zur Geburtsvorbereitung mit der Akupunktur oder danach im Wochenbett, bei Problemen mit dem Lymphsystem, sprich dem Milcheinschuss, oder bei  Milchstau, Mastitis etc. Also musste noch mehr Wissen her. Dies fand ich beim Institut für Stillen und Laktation, die in der Schweiz, Deutschland und Österreich den vorbereitenden Lehrgang zur IBCLC Prüfung anbieten. Meine Facharbeit verfasste ich dann zum Thema „vegane Stillzeit“. Diese kann bei Interesse sehr gerne als PDF von mir abgegeben werden. Zu diesem Zeitpunkt lebte ich und meine Familie selbst vegan und durfte mit Marion Grillparzer ein Buch schreiben : "vegan doch mal!“. Zurück aber zum Thema Stillen: Es liegt mir am Herzen, dass Frauen eine Entscheidung treffen können, ob sie Stillen wollen oder nicht und sich ihre Wünsche verwirklichen können. Denn nicht Stillen können nur ca. 2% der Frauen, der Rest in eine Frage des Stillmanagements. Oft höre ich: "ich würde gerne Stillen wenn es klappt“ , und auch oft höre ich: „ich hatte zu wenig Milch“. Da weiss ich Rat. Ich habe das Glück meine Erfahrungen gemacht zu haben, leider zwei nicht so tolle Stillerfahrungen und danach aber dafür zwei richtig gute, und beim 4. Kind war ich dann ein Profi ;-) Geprüft und Erfahren. Alle zwei Wochen darf ich seit 2015 Stilltreffen in Wallisellen im Familienraum anbieten und freue mich, etwas weitergeben zu dürfen, dies mache im ehrenamtlich. In der Praxis wird oft gelasert, bei wunden Brustwarzen, aber auch das Abstillen und die Beikosteinführung ist immer ein Thema. Beim Stillen gibt es keine blöden Fragen, ein Instinkt ist es nur für das Baby, die Mutter muss es lernen, am besten von einer anderen Mutter. Also egal was es ist, zu welcher Zeit auch immer, holen Sie sich Hilfe und rufen mich an!


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Facharbeit: Vegane Stillzeit
Die kritische Auseinandersetzung mit einer Veganen Stillzeit. Geschrieben im Rahmen der IBCLC Ausbildung.
IBCLC Arbeit v20.pdf
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